Verstehe die Fachbegriffe der Audiowelt mit unserem Glossar
Verstehen Sie die Fachbegriffe der Audio-Welt. Von A wie Audio Branding bis Z wie Zielgruppen-Targeting.
AdBlocker
Sie verhindern die Ausspielung von Werbeanzeigen in digitalen Inhalten. In Österreich nutzen circa ein Drittel der User*innen einen solchen AdBlocker. Das macht einen relevanten Impact in der Mediaplanung. Technisch verhindert das AdBlocker-PlugIn die Kommunikation des Browers mit dem AdServer. So werden seine Inhalte nicht geladen. Bei Online Audio Marketing spielen AdBlocker eine geringe Rolle, da das technische Setup von Audiocontent anders als bei Display häufig mittels proprietären App-Playern funktioniert. Quelle: https://backlinko.com/ad-blockers-users
AdClutter
Das ist eine Metrik der Mediaplanung und gibt die Dichte an Werbebotschaften an. Zu viele Anzeigen pro Einheit (zB Webpage bei Display oder pro Werbeblock bei Radio und TV) senkt die Aufmerksamkeit auf die einzelne Anzeige und auf die Werbeakzeptanz der User. Umgekehrt erhöht ein kleines AdClutter die Exklusivität der einzelnen Werbebotschaft und erhöht damit die Qualität der Mediaplatzierung. Häufig geht ein kleines AdClutter mit einem höheren Preis pro Werbeeinheit einher.
Ad Server
Die akustische Identität einer Marke. Umfasst alle hörbaren Elemente wie Soundlogos, Jingles und Markenstimmen, die zur Wiedererkennung beitragen.
Audio Branding
Die akustische Identität einer Marke. Umfasst alle hörbaren Elemente wie Soundlogos, Jingles und Markenstimmen, die zur Wiedererkennung beitragen.
Branding
Die akustische Identität einer Marke. Umfasst alle hörbaren Elemente wie Soundlogos, Jingles und Markenstimmen, die zur Wiedererkennung beitragen.
Creative Optimization
Technologie zur automatischen Anpassung von Werbemitteln in Echtzeit basierend auf Nutzerdaten, Kontext oder Standort.
Companion Banner
Das ist ein Display-Banner, der zusätzlich zum Audiospot geschaltet wird. Die Mechanik kommt ursprünglich vom Videomarketing. Der Companion-Banner kann für zusätzliche Infos genutzt werden, die nicht mit Audio kommuniziert werden können. Häufig wird das beworbene Angebot mit dem Banner konkretisiert, ein Call-to-Action soll zu einer konkreten Interaktion führen oder rechtlich notwendige Infos werden kommuniziert. Die Klickrate steigt mit einem Companion-Banner deutlich. Abgerechnet wird nicht die Impression des Companion-Banners sondern diejenige des Audiospots. Bei der Podcast- und Webradioplatzierung gibt es diese Bannerintegration nicht.
DAB+
Digital Audio Broadcasting ist der digitale Sendestandard für die klassischen Radiosender und löst immer mehr den rauschintensiven UKW-Standard ab. Das „+“ bezeichnet die höhere Datenkomprimierung als der ältere DAB-Standard. Vorteile sind in erster Linie die sehr gute Audioqualität und die höhere Programmvielfalt. Die Empfangsgeräte müssen nicht mit dem Internet verbunden sein, der Datenempfang ist terrestrisch.
DCO (Dynamic Creative Optimization)
Technologie zur automatischen Anpassung von Werbemitteln in Echtzeit basierend auf Nutzerdaten, Kontext oder Standort.
Digital Audio Marketing
Das Digital Audio Marketing beschäftigt sich mit der Planung, Kreation und Umsetzung von Mediakampagnen auf digitalen Audioplattformen. Ein Synonym dafür ist auch Online Audio Marketing. Im englischen Sprachraum dominiert der Begriff „Digital Audio“, während sich im deutschen Sprachgebrauch der Begriff „Online Audio“ durchgesetzt hat.
Download Angebote
Im Gegensatz zu Streaming werden bei den Downloadangeboten die Audiodaten auf dem Endgerät gespeichert. Vorteile sind, dass keine stabile oder schnelle Internetverbindung benötigt wird. Insbesondere die Nutzung im Flugzeug ist so möglich. Bei Online Audio können in der Regel Podcasts und Musikangebote (meist nur in der Premium-Version der App-Nutzung) runtergeladen werden. Webradio-Download ist nicht möglich.
Hörbücher
Ein Hörbuch ist meist eine ungekürzte Lesung eines Buches. Früher haben in der Regel der/die Autor*in selbst oder ein anderer Sprecher den Text vorgelesen, heutzutage übernehmen das KI-Stimmen. Der Unterschied zum Hörspiel liegt darin, dass beim Letztgenannten unterschiedliche Stimmen für unterschiedliche Rollen, Geräusche und andere Soundeffekte den Text szenisch aufwerten. Bekannte Plattformen mit großen Hörbuchdatenbanken sind Audible oder PocketFM. In den Audiostream können Pre-, Mid- und Postroll Spots ausgespielt werden. Der Vorteil für Werbetreibende sind ähnlich zur Podcastplatzierung die sehr intime und aufmerksamkeitsstarke Nutzungssituation.
In-Game Audio
Das sind Audio-Ads, die während dem Casual Gaming eingespielt werden. Die Spiele sind auf Apps und werden mit dem Handy gespielt. Die Vorteile dieser Mediaplatzierung sind, dass sie den Spielefluss nicht stören und die Werbeakzeptanz hoch ist, da sie häufig mit einer Reward-Mechanik verknüpft sind. Die Audioimpression zählt nur, wenn die Lautstärke des Geräts mindestens auf 30% eingestellt ist.
Listen-Through-Rate
Die LTR ist eine Metrik in der Mediaplanung und gibt an, wie hoch der Anteil der Impressionen innerhalb einer Mediakampagne war, die gehört wurden. Allerdings ist es bei Podcastplatzierungen so, dass es sich gemäß IAB-Standard technisch gesehen nicht um eine LTR sondern viel mehr um eine Download-Completed-Rate handelt. Die Metrik gibt an, ob der AdServer die Audiodaten vollständig an das Endgerät übergeben konnte. Es gibt bei den Podcastplayern die Möglichkeit, die Audiodaten zu downloaden und später ohne Internetzugang zu hören. Diese offline Nutzung kann nicht getrackt werden.
Mid-Roll Audiospot
Bei einem Mid-Roll Spot wird die Audioanzeige zwischen den Audiocontent ausgespielt. Vorteil für Publisher ist, dass sie damit zusätzlich zu den Pre-Rolls Werbeslots nutzen können.
Musikstreaming
Auf Musikstreamingplattformen können User*innen ohne Verzögerung Musik hören ohne selbst einen physischen Datenträger wie CD oder Schallplatte besitzen zu müssen. Die Audiodatei wird in Echtzeit im Internet gestreamt. Die Daten werden in der Regel nicht auf dem Device gespeichert. Die größte Plattform ist Spotify. Soundcloud, Deezer und YouTube Music sind ebenfalls relevant.
Online Audio Marketing
Das Online Audio Marketing beschäftigt sich mit der Planung, Kreation und Umsetzung von Mediakampagnen auf digitalen Audioplattformen. Meist sind das Musikstreaming, Webradios, Podcasts, In-Game Apps und Text-to-Speech Websiteintegrationen. Ein Synonym dafür ist auch Digital Audio Marketing. Bei gleichzeitiger Umsetzung einer Hörfunkkampagne spricht man von Audiomarketing als Sammelbegriff für alle Werbeformen mit Audiospots.
Podcast
Ein Podcast besteht aus einer Serie einzelner Episoden von Audiobeiträgen. Man spricht auch von einer Podcastshow, während einzelne Beiträge die Podcastepisoden sind. Meist wird der Podcast von einem oder einer Podcasthost geleitet. Es hat sich die Form der Doppelconference etabliert, so dass sehr häufig zwei Hosts den Podcast inhaltlich tragen. Die Podcastshow wird in der Regel in einem Podcastplayer abonniert und gehört. Relevante Player sind Spotify, YouTube Music, Apple Podcast uvm.
Podcastepisode
Ein einzelner Audiobeitrag einer Podcastshow ist die Podcastepisode. Die Länge kann sehr unterschiedlich sein von fünf Minuten bis über zwei Stunden. Die Episode wird mit einem Podcastplayer gehört und erscheint regelmäßig in fixen Abständen. Am häufigsten werden neue Podcastepisoden am Dienstag- und Donnerstagvormittag veröffentlicht. Das sind auch die Tage mit den größten Reichweiten für Podcastkampagnen. Quelle: https://www.podcastpiraten.de/blog/die-perfekte-podcast-frequenz-wie-oft-soll-ich-releasen-uploaden
Podcastplayer
Mobile- oder Desktop-Apps, mit denen Podcastshows abonniert und gehört werden können. Mit der Login-Funktion sind sie auch über unterschiedliche Devices nutzbar. Im Apple-Ökosystem dominiert die systemintegrierte App „Apple Podcast“. YouTube Music, Spotify und Amazon Music sind ebenfalls viel genutzte Plattformen. Da es auf dem Android-Betriebssystem keine System-App für Podcasts gibt, ist die Nutzung ausfragmentiert. Die App „Podcast Addict“ zählt zu den größeren Nischenplattformen.
Podcastshow
Die Podcastshow wird häufig allgemein mit dem Begriff Podcast gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um periodische Audiobeiträge (sog. Podcastepisoden), die thematisch eine Klammer bilden. Diese Serie kann konzeptionell open-end sein oder nur eine bestimmte Anzahl an Episoden beinhalten. In der Produktion spricht man auch von Podcaststaffel, um eine Produktionseinheit zu beschreiben. Das ist wichtig für die Finanzierung der Podcastproduktion.
Post-Roll Audiospot
Bei einem Post-Roll Spot wird die Audioanzeige am Ende des Audiocontents ausgespielt. Diese Platzierung ist eigentlich nur bei Podcasts üblich und wird zu einer Art Mid-Roll Spot, wenn mehrere Podcastepisoden hintereinander gehört werden.
Pre-Roll Audiospot
Bei einem Pre-Roll Spot wird die Audioanzeige am Anfang des Audiocontents ausgespielt. Vorteil ist die hohe Aufmerksamkeit der User.
Programmatic Audio
Das ist der automatisierte Einkauf von Audio-Werbeinventar. Die Alternative wäre der IO-Einkauf. Vorteile sind der transparente Einkaufsprozess und der geringe administrativ-organisatorische Aufwand. Das macht diesen Prozess tendenziell günstiger und vor allem schneller als der konventionelle IO-Einkauf. Technisch läuft der Einkaufsprozess über eine SSP-DSP-Schnittstelle. Diese wiederum ist technisch komplex und verlangt einen hohen Grand an initialer Abstimmung, bis der Prozess funktioniert.
Radio-Aggregatoren
Meist mobile Apps oder Websites mit Datenbanken von vielen nationalen und internationalen Radiosendern. Beispiele sind radio.at oder TuneIn. Der Vorteil für den Nutzer liegt in der einheitlichen Nutzungsoberfläche der App. Suchen, speichern und abspielen der Radioprogramme findet in einer digitalen Umgebung statt. Mit dem Login ist die Nutzungshistorie auch über verschiedene Endgeräte (zB. Handy oder Auto) gegeben.
Smart Speaker
Das ist ein eigener Devicetyp von internetfähigen Lautsprechern, die mit einem eigenen audiooptimierten Betriebssystem funktionieren und sprachgesteuert sind. Bekanntes Beispiel ist die Amazon Alexa, wobei streng genommen Alexa die Sprachassistentin ist. Die Hardware dazu ist Amazon Echo. Die Reichweite von Smart Speakern wird im Online Audio Marketing häufig überschätzt. Im Netzwerk von Audiosation sind nur ca. 1% der Impressionen von Smart Speakern. In der Nutzung ist es ein Nischenprodukt, das aber seine Fans hat. Eigene Smart Speaker Kampagnen haben sich mit Ausnahme einiger Testkampagnen nicht durchgesetzt.
Sonic Branding
Sonic Branding ist ein Teil des Marken-CIs (Corporate Identity) und befasst sich mit der Markenidentität in der Audiowelt. In der Regel geht es um unverwechselbare, auch exklusive Audioelemente, die die Marke charakterisieren. Beispiele wären die „Swedeshness“ der Ikea-Stimme oder auch ein markentypischer Jingle.
Streaming Angebote
Audio Streaming bezeichnet die technische Übertragung der Audiodaten auf das Endgerät in Echtzeit ohne Speicherung auf dem Gerät. Im Gegensatz zu Download Angeboten bei denen das Datenpaket auf dem Endgerät gespeichert wird. Bei Streaming ist eine stabile Internetverbindung für den reibungslosen Audiokonsum notwendig. Vorteile sind bei dieser Übertragungsmethode, dass kein Speicherplatz auf dem Gerät notwendig ist.
Text-to-Speech
Eine KI-Stimme liest Texte auf Websites vor. Der Ursprung dieser Audioübersetzung ist die regulatorische Notwendigkeit zur Barrierefreiheit. Schnell wurde diese Option Teil einer neuen Konsumform digitaler Texte, weil sie in bestimmten Nutzungssituationen Vorteile gegenüber dem Lesen bringt: So werden häufiger Texte im Auto vorgelesen. Der Unterschied zu Hörbüchern liegt nur in der Textform, nicht in der technischen Umsetzung. In diese Audiostreams werden vornehmlich PreRoll-Spots hinzugefügt.
UKW Radio
Das sind die terrestrischen Radiosender, die mit einem handelsüblichen Radiogerät mittels Antenne empfangen werden können. Es findet keine Interaktion zwischen dem Sender und dem Hörer statt. Nach wie vor gibt es große Reichweiten und eine lange Hördauer. Der UKW-Standard selbst wird immer mehr abgelöst vom digitalen DAB+-Standard.
User Generated Radio
Das sind „Mitmach“-Radios. User können ihr eigenes Radioprogramm erstellen. Beispiele sind laut.fm oder SHOUTcast. Die Anbieter stellen die Streamingtechnologie zur Verfügung, die User werden zu Radioproduzenten und kuratieren ihre Inhalte. Es ist vergleichbar mit Social Media für Radio.
Web-only Radio
Das sind Radiosender, die keine terrestrische Verbreitung mit eigener Senderfrequenz haben, sondern ausschließlich webbasiert sind. Der Vorteil liegt darin, dass die große Anzahl an web-only Radiosender jede erdenkliche Nische abdeckt. Sie finden ihre Hörer*innen weltweit und sind nicht auf eine Senderegion beschränkt. Für solche Internet-Radiosender gelten nicht dieselben Regulatorien wie bei den UKW- oder DAB+-Radiosender.
Webradio
Webradios sind gestreamte digitale Audioinhalte, die ein kuratiertes Programm haben (das unterscheidet sie von Musikstreamingplattformen). Die unterschiedlichen Webradioangebote sind sehr ausdifferenziert: So gibt es den digitalen Livestream von UKW-Sender, web-only Radiosender mit häufig einem Special Interest Musikprogramm, Radio-Aggregatoren und user-generated Radiosender, die mit Social-Media-Funktionen zur Interaktion auffordern.
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Gerne helfen wir dir bei der Umsetzung deiner Online-Audiokampagne.